Schutzraum ist eine unabhängige Plattform, die Schutzräume in Deutschland auf einer Karte darstellt. Sie hilft Bürgerinnen und Bürgern, mögliche Schutzorte wie Bunker, Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen und Tunnel in ihrer Nähe zu finden. Die Seite ist keine behördliche Empfehlung, sondern ein Informationsangebot.
Nein. Schutzraum ist ein unabhängiges, privates Projekt und steht in keiner Verbindung zur Bundesregierung oder Behörden. Offizielle Informationen zum Bevölkerungsschutz erhalten Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und über die Warn-App NINA.
Ja, Schutzraum ist und bleibt komplett kostenlos. Es gibt keine Werbung und keine Registrierungspflicht. Das Projekt wird durch Spenden finanziert und von Freiwilligen betrieben.
Schutzraum ist in 12 Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Rumänisch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch, Arabisch und Persisch. Die Sprache kann jederzeit über das Sprachmenü oben rechts gewechselt werden.
Ja, Schutzraum bietet eine kostenlose REST-API. Sie können Schutzraumdaten nach Standort, Typ, Stadt und weiteren Kriterien abfragen. Die API liefert auch GeoJSON für Kartenanwendungen. Alle Details finden Sie in der API-Dokumentation.
Befolgen Sie immer die Anweisungen der zuständigen Behörden. Installieren Sie die Warn-App NINA des BBK, um aktuelle Warnmeldungen zu erhalten. Schutzraum kann Ihnen helfen, vorab mögliche Schutzorte in Ihrer Nähe zu kennen — im Ernstfall zählt jede Minute. Suchen Sie im Notfall den nächstgelegenen massiven Schutz auf (Keller, Tiefgarage, U-Bahn) und bleiben Sie dort, bis Entwarnung gegeben wird.
Bewahren Sie Ruhe und folgen Sie den Anweisungen vor Ort. Nehmen Sie Ihr Notfallgepäck mit (Wasser, Medikamente, Dokumente, Ladegerät). Schalten Sie Ihr Handy auf lautlos, aber lassen Sie es eingeschaltet für Warnmeldungen. Helfen Sie anderen, insbesondere älteren Menschen, Kindern und Personen mit Behinderungen. Verlassen Sie den Schutzraum erst nach offizieller Entwarnung.
Unter dem Menüpunkt Notfallgepäck finden Sie eine umfassende Checkliste. Die wichtigsten Dinge: Wasser (2 Liter pro Person/Tag), haltbare Lebensmittel, wichtige Medikamente, Personalausweis und Dokumente, Taschenlampe, Powerbank und Ladekabel, warme Kleidung und eine Decke. Bereiten Sie einen Notfallrucksack vor, der griffbereit steht.
Ja! Eine native App für iOS und Android ist in Entwicklung. Bis dahin können Sie die Website direkt auf Ihrem Smartphone nutzen — sie ist für mobile Geräte optimiert.
Die Listenansicht funktioniert auch offline, wenn Sie die Seite zuvor besucht haben. Die Kartenansicht benötigt jedoch eine Internetverbindung für die Kartenkacheln. Mit der kommenden App wird auch eine vollständige Offline-Nutzung möglich sein.
Besprechen Sie mit Ihrer Familie einen Notfallplan: Legen Sie Treffpunkte fest, falls Sie sich nicht erreichen können. Identifizieren Sie den nächsten Schutzraum in Ihrer Nähe und üben Sie den Weg dorthin. Packen Sie ein Notfallgepäck für jedes Familienmitglied. Installieren Sie die NINA-Warnapp auf allen Smartphones. Besprechen Sie, wer sich um ältere Angehörige oder Haustiere kümmert.
Bunker und Hochbunker sind massiv gebaute Schutzbauten, die meist aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Tiefbunker liegen unterirdisch. Tiefgaragen bieten durch ihre unterirdische Bauweise einen gewissen Schutz. U-Bahn-Stationen liegen tief unter der Erde und sind oft schnell erreichbar. Tunnel (Autobahn-, Straßen- und historische Stollen) bieten ebenfalls Schutz durch ihre massive Bauweise. Keller sind die einfachste Form, bieten aber in vielen Gebäuden bereits einen Grundschutz.
Die Kapazität gibt an, wie viele Personen der Schutzraum ungefähr aufnehmen kann. Bei Tiefgaragen wird sie aus der Anzahl der Stellplätze berechnet (ein Stellplatz bietet Platz für mehrere Personen). Bei Bunkern basiert sie auf historischen Angaben. Diese Werte sind Schätzungen — die tatsächliche Aufnahmekapazität kann abweichen.
Der angezeigte Zustand ist eine Schätzung und basiert nicht auf einer offiziellen Prüfung. Als Faustregel gilt: Wird eine Einrichtung noch aktiv genutzt (z. B. als Parkhaus oder U-Bahn-Station), ist ein guter baulicher Zustand wahrscheinlich. Einrichtungen, die nicht mehr in Betrieb sind (z. B. stillgelegte Bunker), werden als mittlerer bis schlechter Zustand eingestuft. Bei vielen historischen Schutzräumen liegen keine aktuellen Informationen vor — der Zustand wird dann als "Unbekannt" angezeigt. Im Zweifelsfall sollten Sie den Schutzort vor Ort selbst in Augenschein nehmen.
Der Schutzgrad ist eine Schätzung und basiert auf dem Typ des Schutzortes — er wurde nicht vor Ort gemessen oder offiziell zertifiziert. Allgemein gilt: Nur aktive, massiv gebaute Bunker und Hochbunker mit Stahlbetonwänden, Belüftungsanlagen und Druckschleusen erhalten den Schutzgrad "Hoch". Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen, Tunnel und Keller bieten durch ihre unterirdische Lage einen gewissen Schutz vor Trümmern und Druckwellen, werden aber als "Mittel" bis "Niedrig" eingestuft, da sie nicht als Schutzräume konzipiert wurden. Der tatsächliche Schutz hängt von vielen Faktoren ab (Wandstärke, Tiefe, Zustand) und kann im Einzelfall abweichen.
Tunnel werden vereinfacht als gerade Linie zwischen Eingang und Ausgang dargestellt. Der tatsächliche Verlauf kann davon abweichen, da Tunnel oft Kurven folgen. Die Darstellung dient der Orientierung, wo sich der Tunnel ungefähr befindet und wo die Eingänge sind.
Die Daten stammen aus öffentlichen Quellen, OpenStreetMap, Medienberichten und Community-Beiträgen. Sie werden nach bestem Wissen zusammengetragen, können aber unvollständig oder veraltet sein. Insbesondere der bauliche Zustand und die Zugänglichkeit von Schutzräumen können sich jederzeit ändern. Im Zweifelsfall sollten Sie den Schutzraum vor Ort selbst überprüfen.
Das Verifizierungs-Häkchen bedeutet, dass für diesen Schutzort zusätzliche Recherche betrieben wurde, um die Angaben zu verbessern. Das kann eine Vor-Ort-Überprüfung sein, aber auch Recherchen über Satellitenbilder, Kartendienste, Online-Quellen, Medienberichte, Befragungen von Anwohnern oder behördliche Unterlagen. Es wurde gezielt Zeit investiert, um aus verschiedenen Quellen ein möglichst genaues Bild zu erhalten. Verifizierte Schutzorte haben daher in der Regel zuverlässigere Angaben als nicht verifizierte. Die Verifizierung ist jedoch keine offizielle Zertifizierung und garantiert nicht, dass alle Angaben aktuell und korrekt sind.
Nein. Ihre Standortdaten werden ausschließlich lokal auf Ihrem Gerät verarbeitet, um Schutzräume in Ihrer Nähe anzuzeigen. Es werden keine personenbezogenen Daten an Server übertragen oder gespeichert. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Die Daten werden laufend aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind. Nutzer können fehlerhafte Daten jederzeit über die Kontaktseite melden. Verifizierte Schutzräume werden regelmäßig überprüft. Da sich der bauliche Zustand von Schutzräumen jederzeit ändern kann, empfehlen wir, sich vor Ort selbst ein Bild zu machen.
Einige Schutzräume sind als barrierefrei gekennzeichnet, wenn sie über einen Aufzug oder ebenerdigen Zugang verfügen. Bei vielen historischen Bunkern und Stollen ist die Barrierefreiheit leider eingeschränkt. Auf der Detailseite jedes Schutzraums finden Sie Informationen zur Rollstuhlzugänglichkeit und ob ein Aufzug vorhanden ist.
Derzeit konzentriert sich Schutzraum ausschließlich auf Deutschland. Eine Erweiterung auf weitere Länder ist grundsätzlich denkbar, aber aktuell nicht geplant. Für andere Länder gibt es teilweise eigene Zivilschutz-Datenbanken der jeweiligen Behörden.